2. SEMESTER #JAPANOLOGIE #GOETHEUNI

Im ersten Semester hatte ich noch Dusel und hab die Prüfung geschafft. Im zweiten Semester sah dies schon ganz anders aus. Mehr und kompliziertere Stoff. Vom Gefühl her ein viel höherer Lernaufwand und genau hier lag das Problem. Dazu gesellten sich psychische Probleme und Prüfungsangst, die ich vor dem Studium noch nicht wirklich kannte.

MODULABSCHLUSSPRÜFUNG SPRACHKURS

Im zweiten Semester besteht die Modulabschlussprüfung aus zwei Teilen, der schriftlichen und der mündlichen Prüfung. Diese Angaben sind allerdings ohne Gewähr, denn es heißt, dass es einiges an Veränderung geben wird, in Bezug auf Unterricht und Prüfungen. Sobald ich hier weitere Infos habe, werde ich diese natürlich nachliefern. Daher sind die hier niedergeschriebenen Angaben nur für das Sommersemester 2019 gültig.

SCHRIFTLICHE PRÜFUNG

Rein theoretisch ein ganz simples Prinzip. Die Themen basieren auf dem was wir im 2. Semester im Lehrbuch an Stoff durch genommen haben. Einer der Schwerpunkte lag auf Kanjis und dies mehr als im ersten Semester. Dazu gesellten sich noch verschiedene Formen des Ausdrucks von Ehrerbietung und der Höflichkeit. Im Deutschen kann man dies ein wenig damit vergleichen wie man sprachlich sich im Büro unterhält und in seiner Freizeit allerdings ist das im japanischen wesentlich komplizierter. Auch hebt es sich nochmal vom formellen / informellen Stil ab.
Dies dürfte auch der Grund sein wieso ich bei dieser Thematik vollkommen versagt habe. Aber auch andere Themen der Klausur waren einfach nicht meins was mir gezeigt hat, dass in diesem Semester einiges schief gelaufen ist.

MÜNDLICHE PRÜFUNG

Zu Zweit wird man in einen Hörsaal gebeten, man setzt sich vorne hin und wird von zwei Dozenten befragt. Die erste Frage ist nach dem Namen und dann folgen Fragen, die man, sollte man sie richtig verstehen, relativ leicht übersetzen und beantworten kann. Das verstehen war nicht ganz das Problem aber antworten hat so gar nicht geklappt. Doch muss ich sagen, dass hier die Stimmung gelassener war als einem vorher suggeriert wurde. Die Dozenten haben auch sehr deutlich gesprochen und einen nicht unter Druck gesetzt. Wusste man eine Frage nicht bzw. hat als Antwort わかりません (ich verstehe nicht) zurück gegeben, dann wurde die Frage ein weiteres Mal wiederholt und hat man es dann auch nicht verstanden, ging es zur nächsten Frage.
Auch würde ich sagen, dass die Dozenten gemerkt haben wie es einem geht und sind darauf eingegangen. Im Nachhinein fand ich das sehr angenehm. Im Moment der Prüfung selbst musste ich mich darauf konzentrieren mich nicht zu übergeben. Aber keine Sorge, alles gut verlaufen.

LITERATURGESCHICHTE

Literaturgeschichte war zu Anfangs ein sehr spannendes Thema, gerade weil ich mit Literatur mich bisher nur oberflächlich beschäftigt habe. Spannend blieb es auch, allerdings nahm das Chaos zum Ende des Semester ein wenig zu. Unklare Aufgabenstellung, merkwürdige Terminvereinbarungen und ein recht ordentlicher Workload. Muss man auch erst mal mit klar kommen.
Nichtsdestotrotz haben wir viel über die einzelnen Epochen der japanischen Literatur gelernt. Einige Autoren uns heraus gepickt und dieser genau unter die Lupe genommen, so zum Beispiel Ôe Kenzaburô. Zu japanischen Schriftstellern wird es in Zukunft noch ein wenig mehr geben. Einerseits haben wir „Die Ladenhüterin“ von Murata Sayaka gelesen und behandelt. Andererseits arbeite ich noch an einem kleinen Projekt über japanische Schriftsteller von dem ich aber noch nicht all zu viel preisgeben möchte.

PRÜFUNG

Die Prüfung in Literaturgeschichte war nochmal ein ganz anderes Thema gewesen. Einerseits war sie thematisch ganz gut und alles was wir im Unterricht durch genommen hatten spiegelte sich in der Prüfung wieder. Allerdings verwirrte uns die Punktevergabe dann doch ein wenig und auch die Aufgabenstellung war teilweise etwas speziell. Zugeben muss ich, dass ich dies gerade mit sehr viel Selbstbeherrschung schreibe und mir gewiss noch andere Wörter einfallen, die ich hier niederschreiben könnte. Denn es wurde so einiges gesagt und einiges lies man durchblicken, was ein absolutes NO GO ist und ich weiß noch nicht so recht wie ich damit umgehen soll. Ja, ich tue gerade etwas geheimnisvoll aber es ist kein leichtes Thema! Nichtsdestotrotz war die Prüfung OK und ich werde euch auf dem laufenden halten wie ich abgeschnitten habe.

SELBSTREFLEXION

Selbstreflexion ist auch ein wichtiger Teil des ganzen Prozesses. Im ersten Semester habe ich schon Fehler beim Lernen gemacht und habe mich zu sehr auf einzelne Gebiete konzentriert. Im zweiten Semester habe ich ähnliche Fehler gemacht. Auf einzelne Bereiche zu sehr konzentriert und andere dafür zwar nicht vernachlässigt aber dennoch einiges, wie Übungsaufgaben, ausgelassen. Ich muss auf jeden Fall an meinem Zeitmanagement arbeiten und auch an meinem Schlafrhythmus. Feste Zeiten fürs lernen, für die Freizeit und auch für die Zeit mit Freunden.

Die Nippon Connection war auch ein Faktor allerdings nicht so schlimm wie es sich jetzt anhören mag. Nein, die Nippon Connection war ein tolles Erlebnis, welches ich auf keinen Fall missen möchte. Allerdings ist diese eine Woche auch ein Zeitfresser gewesen und dies muss ich im nächsten Jahr auf jeden Fall anders handeln.

Einiges mag vielleicht etwas dramatisch klingen aber mir ging es wirklich nicht gut. Dies hat hauptsächlich psychische und Stress bedingte Ursachen. Beides kenne ich in diesem Ausmaß nicht und muss das jetzt auch in der Vorlesungsfreien Zeit bzw. in den darauf folgenden Monaten angehen. Daher möchte ich euch nochmal ins Gedächtnis rufen, dass einiges für mich etwas schlimmer ist als für andere Studenten bzw. schlimmer erscheinen mag. Daher mein Rat, den auch unsere Dozenten immer wieder gerne geben, holt euch Informationen aus mehreren Quellen und hinterfragt.

Was aber noch viel wichtiger ist: Wenn es euch nicht gut geht, dann nehmt euch Zeit für euch selbst. Ruht euch ordentlich aus, macht etwas Uni unabhängiges. Sollte es nicht besser werden sucht euch Hilfe. Eure Uni bietet garantiert hier etwas an und wenn ihr nichts findet fragt Dozenten bzw. redet mit ihnen. Nach Hilfe fragen ist kein Zeichen von Schwäche sondern von großer Stärke. Denn ihr gesteht euch ein, dass etwas nicht in Ordnung ist und möchtet dies ändern. Solltet ihr an der Goethe Uni sein, dann ist hier noch der Link zur Psychologischen Beratung.

VORLESUNGSFREIE ZEIT

Jetzt haben die Semesterferien bzw. die Vorlesungsfreie Zeit angefangen und ich werde in der ersten Woche mich erst mal um andere Dinge kümmern. Mein Nebenjob macht jede Menge Spaß und hier werde ich noch mehr Arbeit rein stecken. Es geht darum die Touren für die Junggesellenabschiede noch etwas zu verfeinern, etwas besser an Frankfurt anzupassen.

Natürlich weiß ich, dass ich einiges an Arbeit vor mir habe und ich habe unglaubliche Lust dies anzugehen, denn ich weiß was am Ende dieser Arbeit steht: Das Verständnis einer Sprache und Kultur die mich unglaublich fasziniert.

Lernen ist natürlich auch ein Punkt. Es gibt vieles nachzuholen, vorzubereiten und zurück ins Gedächtnis zu holen. Viel Zeit in der Bib und ich muss noch schauen, ob die Mensa offen ist. Meine Vokabellisten werde ich auch weiter schreiben und erweitern. Zu den Apps die ich zum lernen nutze kommt auch noch ein Artikel.

FEEDBACK

Dies ist bereits der zweite Artikel mit dem neuen Blog Design. Was haltet ihr von der vereinfachten Form? Schreibt es mir doch in die Kommentare, wenn ihr mögt. Solltet ihr Fragen oder Themenvorschläge haben, auch das könnte ihr einfach in die Kommentare schreiben.

がんばて。またね。

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Mike

Japanologie und Philosophie Student an der Goethe Uni Frankfurt. Geboren 1979 in eine Zeit die von Star Wars, Pixeln und Zeichentrick Serien geprägt war. Nerd mit Herz und aus Leidenschaft. Cineast, Comic Liebhaber mit einem Faible für Marvel. Videospiel- und Serienjunkie, geformt in einer Zeit die heute als Retro bekannt ist. Führt eine Liebesbeziehung mit Japan, der Kultur und dem Nerdtum. Foodie mit Leib und Seele.

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