NIPPON CONNECTION #JAPAN #nipponconnection

Die Nippon Connection! Aus der Ferne vielleicht nur ein großer, rosa farbener Klecks aber bei näherer Betrachtung doch so viel mehr. Seit 19 Jahren ist die Nippon Connection die erste Adresse wenn es um japanische Filme geht. Aber nicht nur das, sie ist auch ein Treffpunkt für alle die sich für die japanische Kultur interessieren.

In diesem Jahr habe ich, durch und wegen dem Japanologie Studium, die Chance gehabt Hautnah dabei zu sein. Mit zu erleben wie es hinter den Kulissen eines solchen Filmfestivals zu geht. Und ich kann euch sagen, da passiert mehr als nur das Einlegen einer digitalen Filmrolle.

TEAMS

Angefangen hat alles mit einem Teamtreffen in dem sich auch die Neuen vorstellen konnten und man für sich selbst heraus fand, in welches organisations Team man am besten hinein passt. Für mich habe ich etwas gesucht, was mit den Vorbereitungen des Festivals zu tun hat aber auch Aufgaben während des Festivals beinhaltet. So passierte es recht fix, dass ich im Bau-Team und im Merch-Team gelandet bin.

Das Bau-Team, wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, ist dafür zuständig, dass die Stände, Theken, Bars und verschiedene andere Sachen vor dem Festival aufgebaut werden. Aber nicht nur das, auch während des Festivals ist das Team für Umbauten an den jeweiligen Locations zuständig.

Das Merch-Team wiederum ist für den Verkauf von Japan bezogenen Artikeln, Andenken an diese und die letzen Nippon Connections, Büchern und DVD / BluRays der gezeigten Filme, während des Festivals, zuständig. Hier gibt es nur einen geringen Arbeitsaufwand vor dem Festival aber dafür geht es dann während des Festivals richtig zur Sache. Am so genannten Merch Stand wird dies dann alles präsentiert und natürlich auch verkauft.

Leider habe ich etwas zu spät verstanden was und wo das Baubüro ist. Glaube da ist mir schon das ein oder andere entgangen aber auf der anderen Seite war ich auch froh, wenn ich Nachts nach Hause fahren konnte um meine Mütze schlafen mir ab zu holen. Den ganzen Tag stehen in einem eher schlecht klimatisierten Raum ist nicht so super wie es sich vielleicht anhören mag.

PRÄFEKTUR TOKUSHIMA

Durch die Vermittlung eines Kontakts hatten wir auch die Möglichkeit Repräsentanten der Präfektur Tokushima kennen zu lernen. Nicht nur ein unglaublich schöner Ort sondern auch unglaublich nette Menschen die wir treffen durften.
Die Präfektur Tokushima möchte sich mehr öffnen und nicht nur Touristen ein schönes Erlebnis bieten sondern auch einen besonderen Ort zum Arbeiten zur Verfügung stellen.
Ich muss die ganzen Unterlagen noch durchgehen und dann werde ich noch ein paar Informationen nachliefern. Wer weiß, vielleicht ist das der Ort für meine Zukunft in Japan den ich schon immer gesucht habe.

FILMFESTIVAL

Aber die Hauptaktration sind natürlich die gezeigten Filme und die Gäste, die jedes Jahr zahlreich erscheinen. Es gibt zum Ende des Festivals auch eine Preis Verleihung, bei denen besondere Filme oder Filmschaffende für ihre Werke ausgezeichnet werden.
Dies bietet eine gute Möglichkeit nicht nur Filmschaffende aus Japan kennen zu lernen sondern auch Filme zu sehen, die so bei uns nicht in den Kinos erscheinen. Eine Erfahrung, die ich dieses Jahr leider nicht machen konnte aber für nächstes Jahr sehr weit oben auf meiner Liste steht.

Die Filmrichtungen haben hier ein sehr breites Angebot. Vom Drama, über Anime bis hin zur Doku ist alles dabei. Es gibt auch eine Sparte für alte japanische Filme, die schon einige Jahre auf dem Buckel haben. Auch Filme die man indipendent-experimentell bezeichnen könnte, waren dieses Jahr dabei.

KULTUR

Kulturelles Programm wird auf der Nippon Connection natürlich auch geboten. Mein Lieblings Teil der Kultur ist natürlich das Essen. Es gibt viel Auswahl und man kann sich durch so einiges durch futtern denn wie ihr wisst, besteht die japanische Küche nicht nur aus Sushi.
Aber auch verschiedene Kurse, Ausstellungen und Workshops werden angeboten. Für jeden ist hier was dabei und selbst Gamer kommen, in der Gaming Lounge, auf ihre Kosten. Auch für die Kinder gibt es einiges an Angeboten, also jetzt schon mal vormerken und für 2020 das Programm im Auge behalten.

So gab es dieses Jahr das beliebte Origami falten. Eine Dame war zu Besuch und zeigte den Gästen viele verschiedene Schnitttechniken von Papier. Es gab sogar einen Künstler der sich auf das Sammeln von Kartons spezialisiert hat. In seinem Workshop wurde aus einem Karton ein Portemonnaie gefaltet. bzw. gebastelt.

ZUM SCHLUSS

Abschließend kann ich sagen, dass dies eine unglaublich intensive Woche war. Allerdings nicht nur für meinen Körper sondern auch für Herz und Seele, im positiven Sinne natürlich. Alle sind so herzlich, sind mit Leib und Seele dabei und arbeiten Hand in Hand um ein tolles Festival für die Besucher auf die Beine zu stellen.
Für mich war es das erste Festival und ich hoffe sehr, dass es nicht mein letztes war und ich auch nächstes Jahr wieder mit dabei bin. Am liebsten wieder beim Merch-Team und vielleicht auch wieder beim Bau-Team. Dies soll aber keine negativ Wertung für das Bau-Team sein, es ist einfach nur unglaublich viel Zeit insgesamt die mir da von meiner Lernzeit abgezogen wird, da muss ich wirklich ein wenig zurück schrauben.

Möchtet ihr mehr über die Nippon Connection erfahren, auch welche Filme genau dieses Jahr gelaufen sind, dann am besten hier entlang. Auch in den üblichen Social Media Kanälen ist die Nippon Connection vertreten!

ありがとうございます!! またね!!

Die Fotos wurden von mir persönlich, bei einer meiner Reisen, aufgenommen. Das Copyright liegt bei mir, Verwendung nur auf Nachfrage!

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Mike

Japanologie und Philosophie Student an der Goethe Uni Frankfurt. Geboren 1979 in eine Zeit die von Star Wars, Pixeln und Zeichentrick Serien geprägt war. Nerd mit Herz und aus Leidenschaft. Cineast, Comic Liebhaber mit einem Faible für Marvel. Videospiel- und Serienjunkie, geformt in einer Zeit die heute als Retro bekannt ist. Führt eine Liebesbeziehung mit Japan, der Kultur und dem Nerdtum. Foodie mit Leib und Seele.

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