LITERATUR #JAPANOLOGIE #STUDIUM #GOETHEUNI

Vielleicht ist es etwas vermessen, direkt im ersten Semester einen Artikel über die Uni Literatur zu schreiben. Nichtsdestotrotz hab ich ihn geschrieben und was ich zu all dem zu sagen haben, folgt in den nächsten Zeilen.

JAPANISCH-GRUNDKURS

Gegen die Personen die dieses Buch geschrieben haben bzw. die, die es an die Goethe Uni gebracht haben, habe ich nichts. Das sind bestimmt ganz nette Menschen und absolute Fachleute auf ihrem Gebiet. ABER…

…für jemanden der keine Linguistik, Germanistik oder Deutsch LK belegt hat ist dieses Buch die Hölle! Es ist viel zu kompliziert geschrieben! Nicht wirklich gute Beispiele und die Reihenfolge der Kanjis ist auch nicht so wie es sein sollte. Damit meine ich, dass die Reihenfolge keinem gängigen System, wie zum Beispiel dem JLPT Stufen, folgt. Dies macht es besonders schwierig Bücher oder Apps zu nutzen, die das Lernen um einiges vereinfachen würden.

Jetzt ist dies natürlich erst mal nur meine Meinung und ich dachte, dass ich vielleicht einfach nur zu doof bin. Ich kann natürlich mit der deutschen Sprache umgehen, sonst würde ich diese Zeilen hier nicht schreiben, aber ich könnte sie niemandem erklären.

So machte ich mich auf und zeigte Auszüge Menschen die bereits erfolgreich einen Abschluss in Japanologie haben. Tja, alle haben es mir bestätigt, selbst einer meiner Dozenten, der einen der Zusatzkurse abhält, hat mir das bestätigt.

Dazu kommt, dass es in anderen Büchern so viel einfacher erklärt wird. Es macht mich einfach wahnsinnig! Ich habe einen unglaublichen Drang danach diese Sprache zu lernen und dann wird es einem so schwer gemacht. Es fühlt sich an, als hätte ich mich für den Ironman auf Hawaii angemeldet, doch kurz bevor der Startschuss ertönt schießt mir jemand in beide Knie.

Ja, ich habe bedacht, dass ich Japanisch aus einem etwas anderen Grund lerne, wie vielleicht in einer Sprachschule aber nichtsdestotrotz muss man dies nicht so grauenvoll kompliziert machen.

ZUSATZ:
Einiges hat sich mittlerweile etwas relativiert und vieles, was vorher nicht ganz klar war, verstehe ich im Buch nun recht gut. Nichtsdestotrotz bleibt das oben geschriebene gültig. Es macht es einfach zu kompliziert und wenn ich Japanisch nicht unter einen linguistischen Gesichtspunkt lernen möchte, dann ist dieses Buch erst mal nichts.

GENKI

Das Genki haben wir erst durch einen Zusatzkurs für das Sprechvermögen kennen gelernt. Von unserem Dozenten wurde es uns wärmstens empfohlen. Aber auch außerhalb der Uni hat man oft gehört, dass das Genki das Referenz Buch für das Erlernen der japanischen Sprache ist.

Im Genki wird alles in Englisch erklärt und soweit ich weiß, gibt es keine deutsche Version. Allerdings sehe ich das als Vorteil, denn in der englischen Sprache sind die Erklärungen wesentlich einfacher.

Allerdings hat meine Lobeshymne auch eine dezent traurige Passage. Nein, traurig ist ein falsches Wort aber mir fällt gerade kein anderes ein. Das Genki ist darauf ausgelegt, dass man Japanisch lernt um es in erster Linie zu sprechen bzw. weil man Kommunizieren möchte.

MINNA NO NIHONGO

Das Minna No Nihongo ist komplett auf Japanisch geschrieben. Liest man das, dann hört sich das erst mal recht kompliziert an aber das legt sich mit der Zeit. Denn es ist in Kana (Hiragana & Katakana) geschrieben und das lernt man relativ fix. Die Vokabeln kommen dann fast wie von selbst.

Auch hier liegt das Augenmerk eher darauf, dass die Sprache zu kommunikativen Zwecken genutzt wird. Man lernt alles in leichten Schritten vom „Hallo!“ sagen, über die Selbstvorstellung bis hin zum Fragen nach dem Weg. Erinnert mich gerade ein wenig an den Englisch Unterricht, ist zwar schon ein wenig her aber da dürfte das genauso gewesen sein.

Für blutige Anfänger ist das Minna No Nihongo gewiss etwas schwierig aber nichts desto trotz einen Blick wert.

FAZIT

Also ich hatte ja beim Genki und Minna No Nihongo erwähnt, dass sie darauf ausgelegt sind, Japanisch im kommunikativen Sinne zu erlenen. Dies wird natürlich auch in meinem Japanisch-Grundkurs Buch behandelt aber nicht so intensiv wie in den anderen beiden Exemplaren. Hier liegt der Fokus auf dem Erlernen der tieferen Struktur der Sprache um diese auch, bei Übersetzungen zum Beispiel, abstrahieren zu können. Am Anfang des Studiums wäre mir diese Erklärung vollkommen egal gewesen, das gebe ich offen und ehrlich zu.
Einige Gespräche später sehe ich das ganze allerdings etwas anders. Von daher kann man nie wissen, vielleicht gibt es zur Literatur nochmal einen zweiten Teil.

Die Fotos wurden von mir persönlich, bei einer meiner Reisen, aufgenommen. Das Copyright liegt bei mir, Verwendung nur auf Nachfrage!

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Mike

Japanologie und Philosophie Student an der Goethe Uni Frankfurt. Geboren 1979 in eine Zeit die von Star Wars, Pixeln und Zeichentrick Serien geprägt war. Nerd mit Herz und aus Leidenschaft. Cineast, Comic Liebhaber mit einem Faible für Marvel. Videospiel- und Serienjunkie, geformt in einer Zeit die heute als Retro bekannt ist. Führt eine Liebesbeziehung mit Japan, der Kultur und dem Nerdtum. Foodie mit Leib und Seele.

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