ABLÄUFE #JAPANOLOGIE #STUDIUM #GOETHEUNI

Die Abläufe (das Chaos) an der Uni, ach ja ich könnte, auch wenn ich erst 2 Monate hier bin, bereits jetzt ganze Bücher über dieses Thema schreiben. Einen Auszug aus solch einem, wahrscheinlich nie erscheinenden Buch, findet ihr im folgenden Artikel.

Es fängt eigentlich mit dem Propädeutikum schon an und ich meine nicht die Veranstaltung an sich sondern die Tatsache, dass man auf das Chaos “aufmerksam” gemacht wird. Dessen aber nicht genug! Vom höheren Semester wird einem gesagt, dass man sich an das Chaos gewöhnen sollte, denn es wird sich nicht ändern und könnte vielleicht noch schlimmer bzw. anders werden.

Doch wie manifestiert sich dieses Chaos?
Es fängt mit den verschiedenen Verwaltungssystem an. Halt nein! Wenn ich darüber nachdenke, fängt es schon wesentlich früher an.
Was mein Hauptfach anging war die Sache glasklar doch die Entscheidung für das Nebenfach ging einen langen Weg. Dies liegt unter anderem daran, dass jeder Fachbereich auf der Homepage der Uni einen unterschiedlich gestalteten Bereich hat. Daran gewöhnt man sich relativ schnell, denn man kann ja von vornherein einige Fachbereiche ausschließen. Doch hier war nicht Schluss, auch jedes einzelnen Fach hat einen unterschiedlichen Aufbau seiner Seite. Nicht mal der Hauch eines gemeinsamen Schemas ist zu entdecken. Kennt man die Seite eines Fachs kennt man wirklich nur die Seite eines Fachs. Das jedes Fach seinen individuellen Stil hat ist ja schön und gut aber ein gemeinsames Grundkonzept wäre schon wünschenswert.

Eigentlich würde ich das Organisatorische an sich auch als chaotisch bezeichnen aber das relativiert sich mit der Zeit. Dies liegt einfach an der Tatsache, dass man sich an die einzelnen Standorte gewöhnt, die Systeme mit denen man arbeitet und auch so manche Eigenart der Dozenten. Bitte aber an dieser Stelle nicht falsch verstehen, das ist keine Kritik an meinen Dozenten. Jeder Mensch ist einfach so wie er ist und daran muss man sich erst gewöhnen, gerade wenn man in eine vollkommen neue Umgebung kommt.

Das hat jetzt nur bedingt mit der Uni zu tun aber wo auch eine menge Chaos entsteht ist bei den Betrieben der Frankfurter Öffentlichen Verkehrsmittel. Es wird gebaut, gesperrt und getüdelt was zu massiven Verspätungen, Ausfällen und absolut überfüllten U-Bahnen und Bussen führt. Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen möchte ich nicht in Frage stellen aber es gibt doch garantiert auch andere Lösungen dafür. Besseres Zeitmanagement? So etwas in die Ferienzeit legen? Auch wenn ich es hier jetzt andeute möchte ich nicht zwingend den Vergleich zu den japanischen Verkehrsbetrieben des öffentlichen Nahverkehrs ziehen aber dort könnte man sich ruhig mal eine Scheibe abschneiden.

Was auch gerne ein wenig chaotisch ist sind die Lerngruppe bzw. meine Lerngruppe. Meistens treffen wir uns spontan und das ist gewiss auch nichts schlechtes aber es ist immer ganz lustig mit an zu sehen, wie immer einer aus der Gruppe fehlt weil er arbeiten muss oder noch eine Vorlesung hat. Glaube es gibt kaum einen Tag, an dem wir tatsächlich alle zusammen sind außer wir treffen uns mal am Wochenende.

Zum Schluss möchte ich klarstellen, dass dieses Chaos bisher noch absolut NULL negative Auswirkungen hatte. Also verpasste Termine wegen falschen Infos zum Beispiel. Klar, es gibt schon mal ein wenig ärger weil etwas nicht so läuft wie man es sich wünscht aber in der Regel liegt das nicht am Ablauf sondern einfach am eigenen “Wunsch”.

BONUS!

Wenn ihr euch in Tokyo aufhaltet, dann kommt ihr an dem was das Titelbild zeigt eigentlich nicht herum. Dies ist nämlich der Plan der so genannten Yamanote Line. Eine Ringlinie, die all die großen Stadtteile von Tokyo miteinander verbindet und dies relativ schnell. Verpasst man eine Station, kann man entweder aussteigen und auf dem gegenüberliegenden Bahngleis zurück fahren oder man bleibt einfach sitzen und genießt ein wenig die Aussicht, bis man wieder an der Haltestelle angelangt, an der man ursprünglich aussteigen wollte. Hab ich bisher zwei Mal gemacht und bin auch mal an einer Haltestelle ausgestiegen, die ich so noch nicht kannte und da kann man wirklich ganz tolle Sachen entdecken. Und es besteht auch die Chance, dass man in einem Stadtteil landet, welcher nicht so Touristen überlaufen ist und das macht dann nochmal ein Stück mehr Spaß, denn man kann einen kleinen Einblick in das echte Stadtleben in Tokyo erhaschen. Wieder einer dieser Reisetipps die euch nur wärmstens empfehlen kann.

Vielleicht nicht das beste Bild für einen Blog-Artikel aber nichtsdestotrotz ein schönes Bild, gerade weil es auch sehr sehr hilfreich sein kann.

PS: In einem früheren Beitrag hatte ich erwähnt, dass ich einen Artikel über meine Dozenten schreiben möchte. Aus verschieden artigen Gründen habe ich dieses Vorhaben erst mal verworfen bzw. sehr weit nach hinten gestellt. Klar könnte ich ein wenig über meine Dozenten schreiben aber irgendwie habe ich kein gutes Gefühl dabei. Ist einfach mein Bauchgefühl welches da Einwände hat und auf selbiges höre ich nahezu immer.

Die Fotos wurden von mir im November 2016 aufgenommen. Das Copyright liegt bei mir, Verwendung nur auf Nachfrage!

Mike

Japanologie und Philosophie Student an der Goethe Uni Frankfurt. Geboren 1979 in eine Zeit die von Star Wars, Pixeln und Zeichentrick Serien geprägt war. Nerd mit Herz und aus Leidenschaft. Cineast, Comic Liebhaber mit einem Faible für Marvel. Videospiel- und Serienjunkie, geformt in einer Zeit die heute als Retro bekannt ist. Führt eine Liebesbeziehung mit Japan, der Kultur und dem Nerdtum. Foodie mit Leib und Seele.

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