UNTERRICHT #JAPANOLOGIE #STUDIUM

Der Unterricht an der Uni ist schon nicht schlecht und dies soll auch keines Falls ein Beschwerde Artikel werden. Ich möchte einfach nur ein wenig darüber schreiben, wie der Unterricht sich so gestaltet.

Erst ein Mal muss ich feststellen, dass ich in der Woche doch recht wenig Unterricht habe. Da wir aber alle verschiedene Definitionen von viel oder wenig haben, kommt hier zuerst ein Bild meines Stundenplans im ersten Semester:

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Die blauen Einträge sind mein Nebenfach, die grauen Einträge mein Hauptfach. Für das Protokoll muss ich allerdings festhalten, dass der Freitag eigentlich frei ist. Die Kurse die ich hier noch belegt habe sind alles Zusatzkurse, sprich kein festgelegter Unterricht.
Wer aufgepasst hat wird merken, dass der Großteil des Unterrichtes sich um die japanische Sprache dreht und nur ein Bruchteil sich mit Landeskunde bzw. der Kultur beschäftigt. Dies hat natürlich einen triftigen Grund. Der handelsübliche Japanologe nutzt die japanische Sprache als Werkzeug, zum Beispiel zum Lesen von japanischer Literatur. Aus diesem Grund liegt der Schwerpunkt, in den ersten beiden Fachsemestern, auf der japanischen Sprache. Natürlich hat man diese, nach den ersten beiden Semestern, noch lange nicht gemeistert aber man besitzt eine grobe Vorstellung. Ab dem dritten Fachsemester wird dann die Sprache etwas zurück gestellt und durch die Wahl der Themenschwerpunkte spezialisiert man sich.

Zu meinen Dozenten möchte ich sagen, auch wenn ich jetzt vielleicht als Schleimer betitelt werde, dass wir wirklich Glück haben und durchweg gute Dozenten in den Vorlesungen und Seminaren vorne an der Tafel stehen. Insgesamt haben wir zwei japanische Dozenten und zwei nicht japanische Dozenten, allerdings spreche ich jetzt nur vom ersten Semester und von meiner Terminbelegung. Vielleicht wird sich das noch in Zukunft ändern aber ich bin zuversichtlich, dass es weiterhin so läuft.

Qualitativ orientiert sich der Unterricht an einem Lehrbuch, welches von der Uni Bochum gestellt wird und unser Dozent würzt das oft noch mit einer Note der eigenen Erfahrung. Eine Ausnahme bildet hier der Zusatzkurs für das gesprochene Japanisch, denn hier nutzen wir das so genannte “Genki”. Zur Literatur, die wir nutzen beziehungsweise auch gestellt bekommen, werde ich aber an anderer Stelle nochmal mehr schreiben.
Ansonsten ist der Unterricht sehr gut und ich muss gestehen, dass der Unterricht mit den Muttersprachlern am meisten Spaß bereitet, auch wenn man noch nicht alles zu 100% versteht.

Ansonsten freue ich mich sehr auf den Unterricht der noch kommt und was wir, gerade im kulturellen Teil, noch alles entdecken werden. Auch auf die ersten, richtigen Sessions in der Bibliothek, in denen man eine ordentliche Arschbombe in die Japanologie Abteilung macht. 

Vielleicht noch ein kleiner Tipp für die, die gerade an der Uni angefangen haben oder noch anfangen möchten:

– Setzt euch von Leuten weg die ständig Quatschen! Es ist nicht nur respektlos dem Dozenten gegenüber sondern stört auch eure eigene Konzentration.

– Der Dozent beendet den Unterricht, nicht die Glocke, der Gong oder die Uhrzeit.

– Auch solltet ihr das Einpacken eurer Sachen auf die zwei Minuten verschieben, die folgen sobald der Dozent den Unterricht beendet hat, alles andere wäre respektlos.

– Hat euer Dozent einen Titel (Dr. / Prof. oder sogar beides) dann sprecht ihn auch mit diesem Titel an. Er entscheidet, ob er mit diesem Titel angesprochen werden möchte, nicht ihr. (Viele sehen das entspannt aber das kann auch zu sehr viel Ärger führen)

– Ihr müsst für euch die Priorität des Studiums festlegen. Damit meine ich, dass ihr entscheidet wann ihr was macht, egal ob feiern oder lernen. Lasst euch da von niemandem rein reden. Am Ende müsst ihr den Abschluss machen, ihr ganz alleine und sonst niemand.

– Respekt ist eine Tür die nach beiden Seiten schwingt. Begegnet euren Dozenten mit Respekt!

Ja, vielleicht klinge ich mit diesen Tipps etwas altmodisch aber bei dem was ich in den Vorlesungen erlebe wären ein paar alte Werte wirklich mehr als angebracht!

BONUS!

Das Bild im Titel zeigt die Aussicht aus dem Gebäude Roppongi Hill im Stadtteil Roppongi in Tokyo. Wenn ich nicht ganz falsch liege, war dies im 52. Stock gewesen aber wieso fährt man in den 52. Stock? Natürlich wegen der Aussicht UND weil es dort eine Ausstellung von Marvel zu den MCU Filmen gab. Da könnte ich jetzt noch ganz viel dazu schreiben aber ich lasse lieber Bilder sprechen.

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Die Exponate selbst durften leider nicht fotografiert werden aber dennoch dürfte ein guter Eindruck entstehen, wie unglaublich großartig diese Ausstellung war. Im selben Gebäude befindet sich auch ein kleines Einkaufszentrum in dessen Mitte die Hulkbuster vs. Hulk Statue aufgebaut war. Dazu gesellten sich nahezu alle Iron Man Anzüge (iron League) aus dem dritten Teil als Figuren inklusive Figuren von noch so einige anderen Charakteren. Wenn ich es richtig gesehen habe, waren all diese Figuren von Hot Toys, dass heißt sehr hochwertige Qualität die allerdings auch ihren Preis hat.
Persönlich kann ich euch nur empfehlen, wenn ihr die Möglichkeit habt zu einer Marvel Ausstellung (Exhibition) zu gehen, dann solltet ihr dies auf jeden Fall tun!

[Früher habe ich in den Artikel immer den Tag und das Datum mit oben rein geschrieben. Da ich aber nur noch Samstags veröffentliche, lasse ich dies nun weg.]

Die Fotos wurden von mir im April 2017 aufgenommen. Das Copyright liegt bei mir, Verwendung nur auf Nachfrage!

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Mike

Japanologie und Philosophie Student an der Goethe Uni Frankfurt. Geboren 1979 in eine Zeit die von Star Wars, Pixeln und Zeichentrick Serien geprägt war. Nerd mit Herz und aus Leidenschaft. Cineast, Comic Liebhaber mit einem Faible für Marvel. Videospiel- und Serienjunkie, geformt in einer Zeit die heute als Retro bekannt ist. Führt eine Liebesbeziehung mit Japan, der Kultur und dem Nerdtum. Foodie mit Leib und Seele.

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