AUF GEHTS #JAPANOLOGIE #STUDIUM

Samstag, 13.10.2018 

Die Woche mit den Vorbereitungskursen hätten wir geschafft. Am Montag fangen dann die offizielle Vorlesungen an und ich bin schon recht aufgeregt.

Wir haben Dienstag Abend etwa 23:00 Uhr, auf dem zweiten Bildschirm läuft das Ende der vierten Staffel von Friends und ich habe viel zu viele Cola getrunken um schlafen zu können. Aus diesem Grund hab ich mich entschieden, die Erlebnisse der ersten beiden Tage schon mal nieder zu schreiben. Die anderen Tage werden dann einfach unten angehängt. 

Der Montag fing an mit der Orientierungsveranstaltung für Philosophie und war gar nicht mal so unspannend. Gehalten wurde der zwei Stündige Vortrag von einem der Dozenten und Kommilitonen aus der Fachgruppe. Der Dozent erwähnte immer wieder, dass er uns langweiligen wird aber ich fand es recht spannend. Allerdings muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich erstmal in einen größeren Bücherladen in Frankfurt getiegert bin, nachdem die Veranstaltung vorbei war, um mir noch ein wenig Lesestoff für Philosophie zu besorgen. 

Dienstag ging es dann munter mit Japanologie weiter. Hier gab es auch eine Orientierungsveranstaltung in der die Fachgruppe uns sehr viel über das Studium, den Aufbau, Veranstaltung, Netiquette, Stundenplan, etc. erklärt hat. Zugleich hatten wir auch die Möglichkeit einen der Hörsäle mal zu erkunden und bis auf einige technische Erneuerungen ist dieser Hörsaal gewiss noch aus der Gründerzeit der Uni. Ja, am Campus Bockenheim ist alles ein wenig rustikal. Manch einer würde sagen, dass es heruntergekommen ist aber das fände ich etwas übertrieben. Irgendwie hat es seinen eigenen Charm und ich muss sagen, dass die Veranstaltung mir einen enormen Schub gegebenen hat. Als ich mir später die Unterlagen für den Sprachkurs ansah ist mir zwar wieder schwarz vor Augen geworden aber das kann auch am Wetter liegen. 

Was folgt meistens nach Dienstag? Richtig, wenn man keinen Filmriss hatte, dann folgt der Mittwoch. An dem Tag hatten wir in der Japanologie frei und da ich immer noch mit einer Erkältung kämpfe, hab ich mich nur Abends mit einer Kommilitonin getroffen. Es gab zwar auch ne kleine Grillfeier der Philo aber da war ich einfach zu unfit für. 

Donnerstag wurde es ernst, denn die japanische Schrift hat es in sich und die drei Systeme, Hiragana, Katakana und Kanji, konnten wir so schon mal ein wenig kennen lernen. Allerdings mussten wir uns, je nachdem wie weit wir die Schriften schon können, in Kurse aufteilen und da ich bei null anfange habe ich mich für Hiragana entschieden. Ab diesem Tag an lerne ich täglich Hiragana und fange nächste Woche dann auch mit Katagana an, bevor wir dann die Kanjis reingepress bekommen. In relativ kurzer Zeit muss man sich recht viel aneignen aber noch sehe ich das als Motivation und ich hab auch bock drauf, denn daraus erschließt sich ja später dann auch eine ganz neue Welt. 

Am Freitag war es dann nochmal ein wenig organisatorisch. Der Tag fing an mit einer Führung durch die Bibliothek am Campus Bockenheim und was soll ich sagen, ich war begeistert. Bibliotheken haben sowieso eine tolle Atmosphäre und irgendwie freue ich mich jetzt schon dort meine Zeit meinen lernen zu verbringen. Und ja, ich weiß, dass mich einige jetzt auslachen werden, gerade die, die im Studium schon wesentlich weiter sind aber hey, gönnt mir meine Erstie-Naivität. 
Am Nachmittag hat die Fachschaft uns, in einem kleinen Seminar, nochmal einige Hilfsmittel an die Hand gegeben die uns später in den Vorlesungen dann die ganze Arbeit und das Studentenleben etwas vereinfachen. Gerade Themen wie das richtige erstellen von Notizen und auch Zeitmanagement sollte man gewiss nicht unterschätzen. 

Abschließend kann ich sagen, dass die Woche wirklich gut war und ich schon einiges mitnehmen konnte. Was mich allerdings am meisten freut ist die Tatsache, dann ich mit sehr vielen, sehr angenehmen Menschen zusammen studiere und wenn sich daran nichts ändert, dann werden das drei wirklich abgefahrene Jahre. Ich freu mich sehr drauf und hoffe, dass mich am Montag Phil nicht zu hart ran nimmt! 

BONUS!

Solche Gärten, wie der im Titelbild, gibt es sehr viele in Japan. Ganz besonders stechen sie in den großen Städten hervor. Umgeben von Beton und Häuserschluchten fallen sie sofort ins Auge. Manchmal gehören sie auch zu einem kleinen Tempel oder Schrein. Man sollte dann nach einer Tafel ausschau halten und sich durchlesen was das für ein Schrein oder Tempel ist. Gibt es nur eine Tafel auf japanisch macht ein Foto davon und jagt sie zu Hause durch den Google Übersetzer. Warum? Die Geschichte solcher Tempel und Schreine ist oft sehr interessant. Gerade wenn es darum geht wie sie entstanden sind und ob sie überhaupt ihren Ursprung am momentanen Ort haben.  
Wenn meine Erinnerung mich nicht täuscht, dann befindet sich dieser kleine Garten mitten im Elektronikbezirk Tokios, nämlich Akihabara. Er liegt in der nähe der Akihabara Station, in einer Seitenstraße schräg gegenüber des Gundam Cafes und ja, es gibt tatsächlich ein Gundam Cafe aber dazu ein anderes Mal mehr. 

Das Bild zeigt einen kleinen, hübsch angelegten Garten in Akihabara, Tokyo aus dem Jahre 2017. Das Copyright liegt bei mir, Verwendung nur auf Nachfrage!

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Mike

Japanologie und Soziologie Student an der Goethe Uni Frankfurt. Geboren 1979 in eine Zeit die von Star Wars, Pixeln und Zeichentrick Serien geprägt war. Nerd mit Herz und aus Leidenschaft. Cineast, Comic Liebhaber mit einem Faible für Marvel. Videospiel- und Serienjunkie, geformt in einer Zeit die heute als Retro bekannt ist. Führt eine Liebesbeziehung mit Japan, der Kultur und dem Nerdtum. Foodie mit Leib und Seele.

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