KLEINIGKEITEN III #JAPAN

Donnerstag, 04.10.2018 

Nach dem ich den zweiten Teil fertig hatte, dachte ich, dass mir nicht mehr Kleinigkeiten einfallen würden doch ich lag falsch. 

Wer nicht weiß wovon ich überhaupt rede, hier sind die Links zum ersten und zweiten Teil: 

Kleinigkeiten Teil I
Kleinigkeiten Teil II

Kommen wir zu drei weiteren Kleinigkeiten die den Japan Aufenthalt durchaus angenehm gestalten und vermisst werden, sobald man sich wieder in heimischen Gefilden bewegt. 

Gewärmter Futon im Hotel
Nach einem eiskalten Ausflug in den Ueno Park, bei dezenten -5°C, möchte man seinen kleinen Mittagsschlaf in einem warmen Bett verbringen. Doch oft muss man, meist mit der eigenen Körperwärme, erstmal das Bett aufwärmen. Ihr könnt euch unsere Überraschung vorstellen als wir in unsere Zimmer kamen und unsere Betten bereits schön kuschelig warm waren?! Da stand ein kleiner, elektrischer Heizofen an dem ein Schlauch befestigt war. Dieser Schlauch führte zu einer Art Ballon der zwischen der Bettdecke und dem Futon lag. So wurde die Wärme aus dem Heizofen über den Schlauch in den Ballon geleitet und war das Bett rischtig schön warm. Der beste Mittagsschlaf den ich jeh hatte! Allerdings hab ich den Ballon, der aus sehr dümmen Stoff bestand, entfernt, bevor ich mich unter die Decke kuschelte. Die Freundin die mit war, war richtig wild drauf, denn die hat sich zwischen Decke und Ballon gelegt.

Das ganze ereignete sich in Ikebukuro im Kimi Ryokan. An diesem Tag, und das war der einzige Tag, während des 10 tägigen Aufenthalts, war es -5°C kalt gewesen. Nur an diesem Tag durften wir das genießen, an den anderen Tagen leider nicht aber die Klimaanlage in den Zimmern haben einen guten Job verrichtet. Aber die Klimaanlage bitte nicht laufen lassen wenn ihr geht, das ist Ressourcen Verschwendung.

Essen
Ich möchte nicht sagen, dass meine Faszination mein “Ergebnis” ein wenig trübt bzw. verfälscht aber nichts desto trotz, lasst uns mal kurz, so ganz allgemein, über das Essen in Japan reden.
Wir kennen das alle, wir fahren in den Urlaub und es gibt immer mal ein Essen aus dem Restaurant oder einen Snack aus einem Imbiss der jetzt nicht so dolle schmeckt. Das ist einfach so und man kann nicht immer Glück haben bzw. auch ein Koch hat mal einen schlechten Tag, das ist, meiner Meinung nach, ganz normal. Doch dann kam der ersten Japan Aufenthalt 2013 und ich wurde eines besseren belehrt. Egal ob wir in einem feinen Restaurant, einem kleinen Gyoza Grill Restaurant oder Imbiss waren, geschmacklich war es immer ein wahres Feuerwerk. Selbst das Essen aus dem Supermarkt oder dem Konbini war ein Gedicht. Das mag merkwürdig klingen aber wir haben es nicht geschafft etwas zu finden, das nicht geschmeckt hat. Bei meinen beiden weiteren Trips nach Japan genau das selbe. Klar, es gab mal etwas was man Verdauungstechnisch nicht so richtig verträgt aber Geschmacklich wirklich immer ein Genuss. Kann mir nicht genau erklären wie die Japaner das anstellen.
Wenn man jetzt das ganze aus der Sicht eines Japaners sieht, dann ist es natürlich etwas vollkommen anderes und das sieht man auch an den verschiedenen Bewertungen bei Google oder Yelp. Hier wird mit einem ganz anderen Maß gemessen als ich das vielleicht tun würde. Ist ja irgendwie auch verständlich, denn kulturell ist ein Japaner mit einer fast vollständig anderen Nahrung groß geworden als ich, es wäre merkwürdig, wenn wir hier beide mit dem gleichen Maß bewerten würden. Nichts desto trotz, am besten haben wir das an Sushi gemerkt. Wir haben Sushi im Supermarkt gekauft und das war besser als alles was ich bis dato in den “Top” Sushi Läden in Deutschland gegessen hatte. Das war schon ziemlich heftig gewesen! 

Tücher beim Essen
Hier in Deutschland findet man es auch schon hier und da, allerdings noch sehr selten. Bisher ist es mir in den Suhsi Circle Restaurants aufgefallen. In Japan gehört es zum guten Ton, das Tuch vor dem Essen. Einige Restaurants reichen ein warmes, feuchtes Tuch oder andere haben Tücher am Platz die man einfach auspacken muss. Persönlich finde ich das super angenehm, sich erstmal ein wenig “frisch zu machen” bevor es daran geht ein leckeres Mahl zu verspeisen. Klar, man kann auch erstmal die gefliesten Sozialräume aufsuchen und sich frisch machen, keine Frage aber so ein Tuch ist nochmal was ganz anderes. 
Das ist etwas, was man sich ruhig abgucken könnte!  

Wer zum Titelbild etwas mehr erfahren möchte, ich habe über den Sensō-ji Schrein in Asakusa schon etwas geschrieben und das findet hier! 

Das Titelbild zeigt den Sensō-ji Tempel in Asakusa (Asaksa), Tokyo. Das Foto wurde von mir im April 2017 aufgenommen. Das Copyright der Fotos liegt bei mir, Verwendung nur auf Nachfrage!

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Mike

Japanologie und Philosophie Student an der Goethe Uni Frankfurt. Geboren 1979 in eine Zeit die von Star Wars, Pixeln und Zeichentrick Serien geprägt war. Nerd mit Herz und aus Leidenschaft. Cineast, Comic Liebhaber mit einem Faible für Marvel. Videospiel- und Serienjunkie, geformt in einer Zeit die heute als Retro bekannt ist. Führt eine Liebesbeziehung mit Japan, der Kultur und dem Nerdtum. Foodie mit Leib und Seele.

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