GACHAPON (ガチャポン) #JAPAN #TOKYO

Donnerstag, 06.09.2018 

GACHAPON (ガチャポン)

Hallo, mein Name ist Mike und ich bin Gachapon süchtig. HALLO MIKE!!
So oder so ähnlich könnte meine Einführung bei einer Selbsthilfegruppe klingen. Doch was sind Gachapon eigentlich? 

Gachapon sind eine art Überraschungsei. Sie werden aus einem kleinen Automaten gezogen und die Automaten richten sich nach verschiedenen Themen. Der große Unterschied zum Ü-Ei liegt darin, dass die Schokolade fehlt. Störend ist das nicht, denn das was sich im Inneren einer Gachapon-Kugel befindet ist eh viel interessanter. 

“Gachapon” wird aus den beiden Worten “Gacha” und “Pon” zusammen gesetzt. “Gacha” steht für das Drehen der Kurbel des Gachapon Automaten und “Pon” für das fallen bzw. aufschlagen der Kugel im Entnahmeschacht. Alles was aus diesen Automaten gezogen werden kann ist in Plastikkugeln verpackt und somit kann man den “Gewinn” nicht sofort erkennen. Die Automaten haben immer ein spezielles Thema. Manchmal ist es eine beliebte Anime Serie, ein Manga, Sushi (nur aus Plastik), Essen im allgemeinen (auch nur aus Plastik), Sport und noch vieles mehr. Auf dem letzten Bild sieht man die große Gachapon Abteilung eines namhaften Elektronikfachhändlers in Japan und dort haben wir sogar einen Automaten gefunden der die deutsche Fußball Mannschaft zum Thema hatte. 
Je nachdem wie groß das Spielzeug, im inneren der Kugel, ist kostet es ¥100-500 und die Automaten nehmen nur Münzen. “Leider” gibt es aber immer, in der unmittelbaren Nähe von einer Ansammlung mehrere Gachapon Automaten, ein kleines Maschinchen welches aus Scheinen ganz fix ¥100 Münzen zaubert. 

Doch wieso bin ich so verrückt nach diesen Kugeln?
So richtig kann ich das gar nicht erklären. In harmloser Form kannte ich diese Automaten aus Deutschland aber in Japan wird man davon nahezu überrannt. Man findet sie überall, an Straßenecken, Bahnstationen, an Konbinis (Mini Supermärkten), an Getränkeautomaten, in Seitenstraßen (ist nicht so verrucht wie es klingt) oder sogar in einem Gachapon-Shop (die ersten Bilder). Irgendwann kannst du nicht mehr anders, findest einen Automaten mit einem Thema welches dich interessiert und zack geht es los. Allein das Geräusch, beim drehen der Kurbel, ist schon elektrisierend und dann hat man die Kugel in der Hand. Der Automat illustriert bereits, was drinnen sein könnte, mit einer kleinen Info an der Front. Man öffnet die Kugel und es gibt nur zwei Möglichkeiten: a) man bekommt genau das was man haben möchte, hat Blut geleckt und will all die anderen Items, aus der jeweiligen Serie, auch haben oder b) man hat nicht was man sich gewünscht hat und versucht es erneut. Auf jeden Fall bleibt es gewiss nicht bei einem Gachapon, soviel sei gesagt. 

Meine beiden Themen waren immer Kirby und Osomatsu-san. Bei Kirby hatte ich viel Glück, bei Osomatsu-san leider so gar nicht. Zu meiner großen Überraschung wurde die Gachapon Abteilung, auf dem letzten Foto, stark verkleinert. Im September 2013 waren das etwa vier solcher Reihen gewesen und im April 2017 waren es dann nur noch eine Reihe. 

Dafür gibt es in Akihabara die Gachapon Hall oder auch Gachapon Kaiken (die ersten Bilder). Hier stehen sehr sehr viele Automaten mit den unterschiedlichsten Themen. Wer mal in Akihabara sein sollte, hier der Google Maps Link
Es gibt noch weiter kleinere Shops in Akihabara, Shinjuku, Shibuya und auch in Ikebukuro hab ich schon einen gesehen. Man sollte also bei der Jagd nach Gachapons immer die Augen offen halten und auf keinen Fall die Seitenstraßen meiden, wer weiß was man da alles findet. 

Die Fotos wurden von mir im April 2017 / September 2013 aufgenommen. Das Copyright liegt bei mir, Verwendung nur auf Nachfrage!

Bei der Erwähnung von Shops, Firmen oder Restaurants handelt es sich nicht um bezahlte Werbung sondern nur um die Wiedergabe meiner eigenen Meinung. Für die Erwähnung werde ich nicht bezahlt! Leistungen die erbracht wurden habe ich aus eigener Tasche bezahlt!
Die Kennzeichnung geschieht nach dem
Leitfaden der Medienanstalten!

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Mike

Japanologie und Philosophie Student an der Goethe Uni Frankfurt. Geboren 1979 in eine Zeit die von Star Wars, Pixeln und Zeichentrick Serien geprägt war. Nerd mit Herz und aus Leidenschaft. Cineast, Comic Liebhaber mit einem Faible für Marvel. Videospiel- und Serienjunkie, geformt in einer Zeit die heute als Retro bekannt ist. Führt eine Liebesbeziehung mit Japan, der Kultur und dem Nerdtum. Foodie mit Leib und Seele.

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