UND DANACH?

Samstag, 23.06.18
Gewiss ist es unschlau, sich bereits jetzt Gedanken darüber zu machen, was wohl nach dem Studium sein wird. Allerdings bin ich in einem Alter, in dem ich mir Gedanken machen muss, auch wenn das sich nach Endzeit-Stimmung anhört. Doch planen sollte man zumindest in groben Zügen, denn so schnell kannst du nicht gucken, das Studium ist vorbei und man steht dort ohne Idee. Es heißt ja auch nicht, dass dieser Plan in Stein gemeißelt ist aber er sollte zumindest eine Richtung vorgeben. 

Doch in welche Richtung soll es denn gehen? 
Mein grober Plan besteht darin, als Lehrer nach Japan zu gehen bzw. in Japan zu unterrichten. Allerdings nicht als ALT (Assistent Language Teacher) sondern als “richtiger” Lehrer. Und bevor jetzt einige, die sich vielleicht ein wenig auskennen, aufschreien, ja mir sind die Hürden die damit verbunden sind sehr bewusst. 
Die größte Hürde dürften hier weniger Sprache oder ähnliche Dinge sein. Ich bin über den ganzen Hals, die Arme und die Hände tätowiert. Natürlich habe ich schon mal versucht hierzu mehr Informationen zu bekommen und zwar in Bezug auf Akzeptanz. Man findet einiges, allerdings alles sehr sehr negativ und entgegen meine eigenen Erfahrung bei meinen Japan Aufenthalten. Vieles davon ist meines Erachtens zu negativ und hat oft einen komischen Beigeschmack. Vielleicht sind die Schreiber frustriert oder haben allgemein eine negative Grundeinstellung, ich weiß es nicht. Viele scheinen aber auch zu vergessen, dass es ein Unterschied ist, ob du Japaner oder Westler bist, wenn es um Tattoos geht. Somit projizieren sie die Probleme die Japaner mit ihren Tattoos haben gleich auf alle mit Tattoos. Das ist aber nicht so rassistisch gemeint wie es klingen mag.
Vielleicht werde ich dieses Thema später nochmal bearbeiten. Für mich persönlich hoffe ich, dass die Akzeptanz vielleicht etwas weiter reicht und ich die Chance und die Möglichkeit bekomme in Japan zu leben und zu arbeiten. 

Weiterentwicklung?!
Ich muss zugeben, dass ich aber auch sehr gespannt bin wie sich dieser Plan weiterentwickelt. Natürlich werde ich im Studium viele neue Dinge kennen lernen und diese werden einen Einfluss auf diesen Plan haben. Wer weiß, vielleicht wird das neu gewonnene Wissen alles umwerfen und andere Möglichkeiten hervorbringen, an die ich bis jetzt noch gar nicht gedacht habe, eben weil ich noch nichts davon wusste. Denke ich etwas länger darüber nach, ist das schon spannend denn ich bin fest davon überzeugt, dass es in Japan so einen kleinen Fleck gibt der genau für mich gemacht ist. Wieso aber genau für mich? Ich weiß es nicht, das ist einfach so ein Gefühl. Und ich freue mich sehr darauf diesen kleinen Fleck zu finden, sei es in Bezug auf das Wohnen, das Leben, das Arbeiten und wer weiß, vielleicht auch in Sachen Liebe. 

Auf jeden Fall gehört dieser ganze Aspekt, um die Frage “Was wartet nach dem Studium auf mich?”, zu den spannenden Dingen, vor denen ich weniger Angst habe als vor so manch anderem. Was diese anderen Dinge sind schreib ich garantiert noch in einem weiteren Post. 

Das Bild stammt aus der Anlage des Sensō-ji Schreins in Asakusa, Tokyo aus dem Jahre 2013. Das Copyright liegt bei mir, Verwendung nur auf Nachfrage! 

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Mike

Japanologie und Philosophie Student an der Goethe Uni Frankfurt. Geboren 1979 in eine Zeit die von Star Wars, Pixeln und Zeichentrick Serien geprägt war. Nerd mit Herz und aus Leidenschaft. Cineast, Comic Liebhaber mit einem Faible für Marvel. Videospiel- und Serienjunkie, geformt in einer Zeit die heute als Retro bekannt ist. Führt eine Liebesbeziehung mit Japan, der Kultur und dem Nerdtum. Foodie mit Leib und Seele.

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